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    <updated>2026-10-22T21:51:00+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Wie trainiere ich für die Selbstverteidigung?</title>
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                                            Im Kampfsport-Training lernt man, mit Gewalt umzugehen. Doch nicht jede Technik lässt sich auf der Straße so umsetzen, wie sie im Dojo geübt wurde.
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                 Die Frage mag abwegig erscheinen - in einem Kampfsport-Blog. Dreht es sich denn nicht bei jedem Kampfsportstil um Selbstverteidigung? Doch ganz so einfach ist es nicht. 
 Im Kampfsport-Training erlernt man, nüchtern formuliert, Fähigkeiten im Umgang mit Gewalt. Doch nicht jede Technik lässt sich auf der Straße so umsetzen, wie sie in der Turnhalle geübt wurde. Nicht alle Erfahrungen aus dem Training bringen automatisch einen taktischen Vorteil in einer realen Notwehrsituation. Das liegt zum Beispiel daran, dass sich echte Gegner anders verhalten als Trainingspartner. Denn ein Mittrainierender im Dojo möchte sein Gegenüber nicht wirklich verletzen, daher geht er vorsichtig vor. Außerdem steht der Verteidiger in einer echten Gefahrensituation unter einem enormen psychologischen Druck, den er aus dem Training nicht unbedingt kennt. 
 An Grenzen gehen 
 Deshalb hat es durchaus Vorteile, im&amp;nbsp; Training  hin und wieder an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit zu gehen. Das heißt zum Beispiel, Angriffe mit größerer Wucht oder in schneller Folge auszuführen. Oder den Verteidiger mit mehreren Angreifern zu konfrontieren. Natürlich muss das in einem sicheren Rahmen und mit der jeweils nötigen Schutzausrüstung geschehen. 
 Training unter erschwerten Bedingungen kann mental abhärten. Denn wer unangenehme Erfahrungen vermeidet, verlässt nie die gewohnte Komfortzone. Das kann sich in einer echten Notwehrsituation schnell rächen. Denn dann kann man nicht plötzlich sagen: „Stopp!“ Es macht auch einen großen Unterschied, ob der Trainingspartner alle Techniken zulässt oder ab und an Widerstand leistet. Die Übungen werden dadurch anstrengender, letztlich auch etwas chaotischer. 
 Aber so kann man lernen, wann eine Methode wirklich funktioniert und wann nicht. Im Selbstverteidigungs-Training gibt es immer einen gewissen Widerspruch: Man möchte den Partner selbstverständlich nicht verletzen. Dennoch wäre in der realen Situation womöglich genau das notwendig. Man muss - anders ausgedrückt - stoppen, obwohl man in der Realität “durchziehen” müsste. Das Problem lässt sich nicht wirklich lösen, wenn man sicher trainieren möchte. Aber etwas Widerstand im Training kann als Realitätscheck fungieren. 
 Scheitern, aber nicht aufgeben 
 Wer Belastungsgrenzen austestet, wird um eine Erfahrung nicht herumkommen: Manchmal schafft man es einfach nicht. Die Technik sitzt nicht, die Muskeln versagen, der Wille lässt nach. Die Gegner sind zu stark, zu schnell oder zu viele. Das ist unangenehm, vielleicht sogar etwas demütigend. Doch in einem gewissen Sinne kann so ein Erlebnis hilfreich sein. Denn es erinnert den Trainierenden daran, dass Gewalt kein Spiel ist. Und am Ende motiviert das Gefühl des Versagens sogar dazu, in Zukunft auf Effektivität zu achten. Es bewahrt auch vor Selbstüberschätzung. Die gibt es – Hand aufs Herz – im Kampfsportbereich nicht gerade selten. 
 Es gibt dabei aber auch ein Problem: Zu starker Stress kann uns ineffektiver oder sogar gänzlich handlungsunfähig machen. Gefordert zu werden ist gut, aber Überforderung schadet. Deshalb sollte man nichts überstürzen. Das gilt vor allem bei Anfängern. Aber auch bei Fortgeschrittenen, die bisher nie mit dem Faktor Stress trainiert haben. Sinnvoll ist es hingegen, die Intensität langsam und individuell angepasst zu steigern. So können sich Körper und Geist an die neue Form der Belastung gewöhnen. 
 Kann man auch zu hart trainieren? 
 Viele kennen es aus dem Krafttraining: Um einen Muskel aufzubauen, geht man über dessen Belastungsgrenze hinaus – allerdings nur leicht. Denn wenn die Belastung zu stark wird, dann führt das zwangsläufig zu Verletzungen. Ähnlich ist es beim Training mit Härte und Stress. Hält der Schüler die Belastung nicht aus, weil sie weit über dem liegt, was er gewohnt ist, kann er davon nicht profitieren. Im Gegenteil, ein zu hartes Training schreckt Neulinge ab. 
 Wenn ein Sportverein nur auf knüppelhartes Sparring oder brutale Szenarios setzt, dann wird er einen bestimmten Typ Schüler anziehen. Das sind Schläger, die das Training eigentlich am wenigsten nötig hätten. 
 Viele Techniken lassen sich außerdem gar nicht mit voller Härte trainieren. Denn sie müssen zunächst mit geringer Intensität geübt werden, bis sie sitzen. Manche Bewegungsabläufe lassen sich nur mit einem kooperativen Partner und zahllosen Wiederholungen erlernen. Es ist dann aber trotzdem notwendig, die Intensität ab einem bestimmten Punkt langsam zu erhöhen. Unter dem Strich muss das Maß stimmen. Und der Trainer muss das Level der individuellen Belastung im Auge behalten. 
  Foto: Adobe Stock  
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                            <updated>2019-02-22T15:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Quarterstaff - der englische Langstock-Kampfstil</title>
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                                            Überall auf der Welt wurde der Langstock als Waffe verwendet. Vergleichsweise wenig bekannt sind Europas Traditionen wie der englische Quarterstaff.
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                 In praktisch jedem Teil der Welt wurde oder wird der Langstock als Waffe verwendet. In früheren Jahrhunderten griff vor allem die ärmere Landbevölkerung darauf zurück, denn Bauern konnten sich keine Klingenwaffen leisten. Doch ein langer Gehstock war schnell zur Hand, wenn Gefahr drohte. So entstand in Japan das Bo-Jitsu, die Kunst des Kampfes mit dem&amp;nbsp;Bo. Und in China kennen gleich mehrere traditionelle Stile den langen Stab, der dort Gun genannt wird. Auf den Philippinen enwickelte sich der  Langstock  Bangkaw aus dem Jagdspeer der indigenen Stämme. Vergleichsweise wenig bekannt sind heute die europäischen Traditionen – etwa der englische Quarterstaff. 
 Der englische Quarterstaff&amp;nbsp; 
 In der Frühen Neuzeit, also der Epoche nach der Entdeckung Amerikas, gab es bereits einen regen Austausch unter den Fechtmeistern Europas. Verschiedene Schulen stritten darum, wessen Stil der effektivste sei. Der englische Adlige George Silver (um 1550 – um 1620) war zwar selbst kein Fechtmeister, vertrat aber als Buchautor starke Meinungen zum Thema. Im Jahr 1599 erschien sein einflussreiches Traktat zur Kampfkunst namens „Paradoxes of Defense“. Darin kritisierte er die Fechtschulen, die zu dieser Zeit auf dem Kontinent für Furore sorgten. Vor allem das Rapier konnte er gar nicht leiden. Diese schmale Klingenwaffe verbreitete sich von Italien und Spanien aus in ganz Europa. Dass die italienischen Rapier-Fechtmeister Rocco Bonetti und Vincentio Saviolo nun auch noch Schulen in seiner Heimatstadt London eröffneten, ging Silver so richtig gegen den Strich. 
 Doch George Silver beschrieb in seinem Buch auch den Kampf mit dem Langstock, den man in England „Quarterstaff“ nannte. Der Umgang mit dem Kampfstab beruhe auf derselben Methode wie der mit anderen Stangenwaffen, etwa mit dem Speer oder der Hellebarde, schrieb der Autor. Aber auch das beidhändig geführte Schwert werde sehr ähnlich gehandhabt. Im Langstock sah Silver jedenfalls eine ganz ausgezeichnete Waffe. Darin stimmte er mit anderen Autoren seiner Zeit überein, etwa dem Schotten Donald McBane oder dem Engländer Joseph Swetnam. 
 Die Gilde der Meister 
 Swetnam gehörte der “Company of Maisters of the Science of Defence” an, der Gilde der englischen Fechtmeister. Diese Organisation war einige Jahrzehnte zuvor unter der Herrschaft des Tudor-Königs Heinrich VIII. geründet worden. Ähnlich den Handwerkergilden hatte die Company of Masters von der Krone ein Monopol erhalten. Nur sie durfte Fechtmeister ausbilden und Lizenzen vergeben. Alle Mitglieder mussten sich an strikte Regeln halten und waren in eine Hierarchie eingebunden. So sollten gleichermaßen Qualität und Kontrolle sichergestellt werden. 
 Besonders beliebt bei der Londoner Bevölkerung waren die öffentlichen Prüfungen der Fechtmeister-Gilde. Beim „Prize Playing“ trat ein Meisterschüler nacheinander gegen mehrere Gegner an. Die Kämpfe waren hart, aber nicht, was man heute als &quot;Vollkontakt&quot; bezeichnen würde. Wie in einem Sparring stellten die Kämpfer ihre Fähigkeiten unter Beweis, ohne den Gegner wirklich hart zu treffen oder gar auszuknocken. Eine Schutzausrüstung gab es nicht. Tiefschläge waren zwar verboten, aber Kopftreffer erlaubt. Als Waffen verwendete man ein stumpfes Korbschwert oder Rapier, aber auch der Quarterstaff kam zum Einsatz. Das Publikum konnte die Prüfung beobachten und seine Favoriten anfeuern. 
 Auf dem Weg in die Moderne 
 Aus diesen noblen Veranstaltungen entwickelten sich&amp;nbsp; im 18. Jahrhundert die wesentlich gröberen „Prize Fights“. Diese populären Events ähnelten eher Gladiatorenkämpfen. Sie boten ein blutiges Spektakel, teilweise kam es sogar zu Todesfällen. In diesen Wettkämpfen traten die Kontrahenten im Laufe der Zeit immer häufiger ohne Waffen gegeneinander an, letztlich legten sie sie ganz ab. Daraus entstand das englische Boxen. Der berühmte Faustkämpfer James Figg (1684-1737) gilt weithin als der erste Champion im Bare-Knuckle, dem Kampf ohne Handschuhe. Doch Figg war auch ein Meister des Stockkampfs und beherrschte den Quarterstaff. Im Laufe der Zeit wurde das  Boxen  durch Regeln gezähmt. Es entwickelte sich zu einer Sportart, die vor allem die unteren Schichten der Gesellschaft begeisterte. 
 Doch auch der Kampf mit dem Langstock bestand fort. Im späten 19. Jahrhundert unterrichteten mehrere Fechtschulen in England eine modernisierte Version. Die Schüler kamen vor allem aus den gehobenen Kreisen. Auch an der Militärakademie Aldershot im südenglischen Hampshire wurde der Umgang mit dem Quarterstaff gelehrt. Dabei trug man eine Schutzausrüstung, ähnlich wie beim Fechten. Neben dem Langstock kannte die englische Stockkampfkunst auch den Singlestick, einen einhändig geführten Stock mit Handschutz. Der wurde aber nicht unbedingt als vollwertige Waffe gesehen, sondern vor allem zum sicheren Üben von Schwertkampftechniken verwendet. 
 Der Quarterstaff war beileibe nicht der einzige Langstock-Kampfstil in Europa. Praktisch gleichzeitig entstand in Frankreich der Stil des Cannes de Combat und in Portugal das Jogo do pau. Heute versuchen verschiedene Vereine, die alten Kampfkünste Europas wiederzubeleben. Anhand der Handschriften der alten Meister und deren kunstvollen Illustrationen rekonstruieren sie die damalige Technik, so gut das möglich ist, und setzen sie in die Praxis um.&amp;nbsp; 
 In unserem Webshop bieten wir  exzellente Langstöcke  für das Traing an. 
  Bild: Gutenberg Project  
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                            <updated>2018-12-15T17:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Der bizarre Wirtschaftskrimi hinter &quot;Black Friday&quot; und &quot;Black Week&quot;</title>
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                                            Der „Black Friday“ wurde als Shopping-Event in den Vereinigten Staaten erfunden. In Deutschland streiten sich zwei Firmen erbittert um den Begriff.
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                 Der „Black Friday“ wurde als Shopping-Event in den Vereinigten Staaten erfunden. In Deutschland steht der Begriff seit einigen Jahren im Zentrum eines grotesken Rechtsstreits. Was steckt dahinter? 
 Jedes Jahr&amp;nbsp;am vierten Donnerstag im November feiern die US-Amerikaner Thanksgiving. Das Fest geht auf die frühe Geschichte der Kolonialisierung Nordamerikas zurück und ist heute das wichtigste Familienfest in der Kultur der Vereinigten Staaten. Der Freitag nach dem Feiertag wird als „Brückentag“ gern für Einkäufe genutzt. Das haben findige Geschäftsleute bereits in den 1960er Jahren entdeckt. Seither läutet der Einzelhandel am „Black Friday“ das Weihnachtsgeschäft ein. Dann locken beinahe alle Geschäfte mit Rabatten und Sonderangeboten. 
 Black Friday in Deutschland – ein Wirtschaftskrimi 
 Am Black Friday verzeichnen die US-Händler die höchsten Umsätze des gesamten Jahres. In Deutschland ist der Hype um den Black Friday erst 2006 angekommen. Damals bot Apple hierzulande erstmals spezielle Rabatte an diesem Tag an. Und wie so häufig, wenn der Tech-Konzern etwas vormacht, sprangen in der Folge sehr viele weitere Unternehmen auf. Studien zufolge kennen heute etwa 90 Prozent aller Deutschen den Black Friday. 
 Doch Ende 2016 fanden viele deutsche Online-Händler vollkommen unerwartet eine Abmahnung in ihrer Post. Darin erfuhren die verdutzten Empfänger: „Black Friday“ ist beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) als Wortmarke geschützt. Der Inhaber der Rechte ist – und jetzt wird es seltsam – ein Unternehmen namens Super Union Holdings Ltd. mit Sitz in Hongkong. Vertreten wurde die chinesische Firma von der Berliner Medienrechtskanzlei Hogertz LLP. Deren Anwälte forderten die abgemahnten Firmen nun auf, eine Unterlassungsklage abzugeben. Außerdem sollten sie das Anwaltshonorar zahlen. Dieses Honorar berechnet sich nach dem Streitwert. Und den hatte Hogertz mit 100.000 Euro ziemlich hoch angesetzt. 
 Mehrere Unternehmen wollten das nicht so einfach hinnehmen und beantragten die Löschung des der Wortmarke beim Patentamt. Anträge kamen unter anderem von PayPal, Puma, New Yorker, Tom Tailor und Mydealz. Doch das DPMA ließ sich Zeit. Viele Experten sind heute der Ansicht, die Wortmarke hätte vom Amt nie eingetragen werden dürfen. Denn es handele sich um einen allgemeingebräuchlichen Begriff ohne Unterscheidungskraft. Ende März dieses Jahres entschied das Patentamt dann auch: Die Marke wird gelöscht. 
 Warum klagt eine chinesische Firma auf eine deutsche Marke? 
 Das  Magazin t3n  hat recherchiert: Im deutschsprachigen Raum gibt es nur eine Firma, die von dieser seltsamen Situation profitiert. Die Black Friday GmbH mit Hauptsitz in Wien betreibt seit 2013 ein Online-Portal für Affiliate-Marketing. Dort können Online-Shops Werbekooperationen buchen, teilweise zu beträchtlichen Preisen. Die Firma vermarktet die Produkte ihrer Partner im Internet und erhält dafür Provisionen. In den Medien tritt Konrad Kreid als Geschäftsführer auf, der ehemalige Verkaufsdirektor von Groupon. Eigenen Angaben zufolge hat Kreids Firma Firma die exklusiven Markenrechte am Begriff „Black Friday“ von der mysteriösen Firma aus Hongkong erworben. 
 Doch in Deutschland hat die Black Friday GmbH einen hartnäckigen Konkurrenten: Simon Gall richtete bereits 2012 ein ähnliches Portal ein. Auch sein Unternehmen verdient Geld mit Affiliate-Deals zum Black Friday. Damit ist er den Österreichern ein Dorn im Auge. Die gehen offenbar gegen ihren Mitbewerber vor – mit harten Bandagen und China-Connection. Und sie geben sich nicht geschlagen. Die Anwälte der Markeninhaberin&amp;nbsp;haben bereits Beschwerde eingelegt gegen die Löschung der Wortmarke. Außerdem kündigten sie gegenüber dem IT-Fachmagazin  golem.de  an, weiterhin mit Abmahnungen gegen den Gebrauch des Begriffs vorzugehen. 
 Eine Folge des skurrilen Rechtsstreits ist, dass Einzelhändler in Deutschland jedes Jahr kreative Wege finden, um Mitte November Rabatte anbieten zu können ohne dafür viel Geld zu bezahlen oder abgemahnt zu werden. Dabei greift man vor allem zu ähnlichen Begriffen, die nicht umstritten sind. Einer davon ist „Black Week“, den wir bei Fightingsticks in diesem Jahr ebenfalls  für unsere Rabattaktion  verwenden. 
 Warum heißt der Tag eigentlich Black Friday? 
 Es gibt verschiedene Theorien zur Herkunft des Namens. Eine weit verbreitete besagt, Polizisten hätten in den 1960er Jahren erstmals die einkaufsbegeisterten Menschenmengen auf ihrem Weg in die Läden beobachtet und als „schwarze Massen“ beschrieben. Andere vermuten, der Ausdruck könnte sich auf die schwarzen Hände beziehen, die die Händler am Abend haben sollen – vom Geldzählen… 
 Aber Achtung, Verwechslungsgefahr: In Deutschland bezeichnen wir historisch den 24. Oktober 1929 als „Schwarzen Freitag“. An diesem Schicksalstag begann die Weltwirtschaftskrise mit einem Börsencrash an der Wall Street. Im angloamerikanischen Raum ist der allerdings als „Black Thursday“ bekannt, also „Schwarzer Donnerstag“. Das liegt vor allem an der Zeitverschiebung. Die Börse crashte zwar am Donnerstag entsprechend der Ortszeit, aber in Europa erfuhr man erst mit den Morgenzeitungen des Freitags davon. Es gab ja noch kein Internet. 
 Besuchen Sie jetzt unsere  Aktion zur BLACK WEEK ! 
     
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                            <updated>2018-11-18T11:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Gefürchtete Krieger: Die Bogenschützen der Philippinen</title>
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                                            Die Philippinen sind im Westen vor allem bekannt für die Stockkampf-Stile Eskrima, Arnis und Kali. Doch auch die Bogenschützen waren sehr gefürchtet.
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                 Die Philippinen sind im Westen vor allem bekannt für die Stockkampf-Stile  Eskrima, Arnis und Kali . Deren Techniken basieren zum großen Teil auf dem Schwertkampf indigener Stämme. Doch die vormodernen Krieger des Inselreichs meisterten auch andere  Waffen . Besonders gefürchtet waren die Bogenschützen. 
 Praktisch alle Stämme der Philippinen verwendeten Pfeil und Bogen als Waffen. Für die Jagd oder zum Fischen wurden meist relativ kurze Bögen eingesetzt. Ihre Spitzen wurden aus Eisen, Palmholz oder Bambus gefertigt. Doch  Bogenschützen  kämpften auch gegen rivalisierende Stämme. Ihre Kriegsbögen waren in der Regel länger als die Jagdbögen. Oftmals überragten sie den Schützen. Sie wurden vertikal gehalten und mit dem unteren Ende auf den Boden aufgestellt. Der Schütze spannte die Sehne mit den Fingern und konnte so eine hohe Treffergenauigkeit erzielen. 
 Bogenschützen im Dienste der Kolonialmacht 
 Während der Kolonialzeit kämpften viele Stämme gezwungenermaßen auf der Seite der Spanier. Im Jahr 1578 zog der Gouverneur Francisco de Sande in Manila eine Streitmacht zusammen, um die Insel Borneo im Süden anzugreifen. An dieser Expedition nahmen auch etwa 1.500 philippinische Bogenschützen von der Hauptinsel Luzon und aus den Visayas teil. Der mit großem Aufwand aufgeführte Feldzug erreichte sein Ziel: Der Sultan von Brunei musste sich der spanischen Krone beugen und wurde zum Vasallen. 
 Im Laufe der Zeit entwickelten die verschiedenen Stämme der Philippinen sehr unterschiedliche Bogen-Modelle. Sie variierten in Form und Größe der Bestandteile ebenso wie in den verwendeten Materialien. Auch die Technik des Schießens unterschied sich von Insel zu Insel. Die von den Spaniern wegen ihrer dunklen Haut als „Negritos“ bezeichneten Angehörigen der Urbevölkerung perfektionierten die Verwendung von Eisenspitzen. Häufig statteten sie ihre Pfeile mit ebenso raffinierten wie brutalen Widerhaken aus. 
 Die muslimischen „Moros“ im Süden setzten sogar vergiftete Pfeile ein. Ihre Bögen fertigten sie aus dem besonders ebenmäßigen Holz aus dem Herzen der Palme. Diese Bögen wurden stundenlang mit Kokosnussöl poliert, um fein und geschmeidig zu werden. Einige Moro-Stämme hielten Pferde, die sie auch im Kampf ritten. Die Langbögen konnten nicht vom Pferderücken aus geschossen werden. Dennoch entwickelten die Krieger keine kürzeren Bögen wie etwa die amerikanischen Ureinwohner. Sie schossen ihre Pfeile weiterhin im Stehen ab. 
 Eine fast vergessene Tradition 
 Ende des 17. Jahrhunderts besuchte der italienische Abenteurer Giovanni Francesco Gemelli Careri die Philippinen. In seinen Reiseerinnerungen beschrieb der Weltreisende die Bewohner der Region Zambales im Norden der Hauptinsel Luzon. Die Krieger trugen neben Speer und Messer auch Langbögen als Waffen. Die Kriegsbögen hatten Pfeilspitzen aus Stein. Sie wurden angebohrt, sodass sie im Körper zersplitterten. Deshalb rissen sie furchtbare Wunden. Im tropischen Klima konnten sich daraus schnell lebensgefährliche Infektionen entwickeln. Auch ein vermeintlich harmloser Treffer konnte zu einem schmerzhaften Tod führen. 
 Das mussten auch die US-amerikanischen Soldaten im Philippinisch-Amerikanischen Krieg 1899 bis 1902 feststellen. Im Dschungelkampf setzten viele Filipinos weiterhin Pfeile und Blasrohre ein. Letztlich konnten sie jedoch keinen Sieg gegen die überlegene Streitmacht erringen. Im Laufe des Zwanzigsten Jahrhunderts verschwanden die meisten Traditionen des Bogenschießens. Teilweise sind sie ganz in Vergessenheit geraten. Eine Ausnahme bilden die Aeta in der nördlichen Zambales-Region. Der Stamm, der den Negrito zugerechnet wird, bewahrt die althergebrachte Kunst des Bogenbauens und –schießens in vielen Facetten. Allerdings wird die heute nur noch zur Jagd von Tieren eingesetzt. 
  Foto: Negrito-Bogenschützen Ende des 19. Jahrhunderts   (aus: Alden March:  The History and Conquest of the Philippines and Our Other Island Possessions , Philadelphia 1899)  
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                            <updated>2018-06-08T12:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">DSGVO: Was Sportvereine jetzt beachten müssen</title>
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                                            Die neue Datenschutz-Grundverordnung gilt auch für Vereine. Wer persönliche Daten erfasst oder auch nur Rundmails verschickt, muss die DSGVO umsetzen.
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                 Die neue  Datenschutz-Grundverordnung  gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Vereine. Wer persönliche Daten erfasst oder auch nur Rundmails zu Weihnachten verschickt, muss die  DSGVO  bis 25.5. umsetzen. 
 Die DSGVO regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten. Dazu zählen zum Beispiel Anschriften, Geburtsdaten, Mailadressen oder IP-Adressen. Ob diese Informationen elektronisch gespeichert oder auf Papier geschrieben werden, macht keinen Unterschied. Gerade für kleine  Vereine  ist es nicht leicht, sich in die Materie einzuarbeiten. Im Internet gibt es zum Teil widersprüchliche Informationen. Natürlich können wir mit diesem Artikel keine Rechtsberatung ersetzen. Wir möchten jedoch die wichtigsten Problemfelder kurz ansprechen. 
 Verbietet die DSGVO das Speichern von Daten ganz? 
 Nein. Jeder Verein darf grundsätzlich Daten von Mitgliedern und anderen Personen erfassen, Lieferanten zum Beispiel. Voraussetzung: Die Angaben werden zur  Erfüllung eines Vertrages  benötigt. Etwa für eine Mitgliedschaft oder die Teilnahme an einem Seminar. Aber Achtung: Der Zweck muss der betroffenen Person klar vermittelt werden. Und der Verein darf die Daten nicht für andere Zwecke verwenden. So wäre es beispielsweise nicht erlaubt, dem Teilnehmer eines  Stockkampf-Seminars  ohne dessen Einwilligung Werbe-Emails für Sportnahrung zu schicken. 
 Wie ist es mit Fotos? 
 Viele Vereine veröffentlichen Fotos auf der Website oder in sozialen Netzen wie Facebook. Dabei ändert sich im Grunde nicht viel. Denn bereits jetzt muss jeder im Bild abgebildete Mensch um Erlaubnis gefragt werden. Neu hinzu kommt ein „Recht-auf-Vergessen-werden“: Betroffene können später verlangen, dass ihre Bilder  aus dem Netz entfernt  werden. Der Website-Betreiber oder Admin muss dann dafür Sorge tragen, dass keine Kopien erhalten bleiben. Das kann technisch knifflig sein, wenn man verschiedene Plattformen nutzt. 
 Ach, du meine Güte. Wo fange ich an? 
 Die Datenschutz-Erklärung der Vereins-Homepage muss auf jeden Fall überarbeitet werden. Die Erklärung muss ausdrücklich auf die Rechte der Betroffenen und die Abläufe der Datenverarbeitung eingehen. Achtung: Wer nach dem 25.5. noch eine veraltete  Datenschutzerklärung  verwendet, gibt dadurch im Grunde zu erkennen, dass er die DSGVO verschlafen hat. Ein windiger Abmahnanwalt könnte genau danach suchen. 
 Ab 25. Mai kann jede betroffene Person Auskunft darüber verlangen, welche Daten von ihr gespeichert wurden. Außerdem kann die Person verlangen, dass diese Daten  sofort gelöscht  werden. Auf solche Anfragen muss der Verein vorbereitet sein. Das ist nur dann möglich, wenn die DSGVO intern wirklich umgesetzt wurde. 
 Die interne Umsetzung 
 Der Verein muss eine eigene  Datenschutzordnung  entwickeln. Dazu muss zuerst eine Bestandsaufnahme gemacht werden: Wann werden welche Daten erfasst? Warum und von wem? Wo und wie werden sie gespeichert? Sind die Daten ausreichend geschützt? Werden Daten an externe Dienstleister weitergegeben (z.B. Cloud-Services)? Wann und vom wem werden die Daten wieder gelöscht? 
 Für all diese Punkte muss es in Zukunft klare Regelungen und praktische Abläufe geben. In der Datenschutzordnung muss erkennbar sein, wie der Verein im Alltag für Datenschutz sorgt.&amp;nbsp; 
 Die Aufsichtsbehörde, also der  Datenschutzbeauftragte  des Bundeslandes, kann sich diese Verordnung und andere interne Papiere jederzeit vorlegen lassen. Das ist ein wichtiger Punkt: Im Zweifelsfall sucht nicht die Behörde nach Missständen, sondern der Verein muss seinerseits nachweisen, dass er alles richtig macht. Wer das nicht kann, riskiert hohe Bußgelder und sogar die Stilllegung der Datenverarbeitung. 
 Brauchen wir jetzt einen internen Datenschutz-Beauftragten? 
 Nicht unbedingt. In kleinen Vereinen kann der Vorstand diese Aufgaben übernehmen. Einen gesonderten  Datenschutzbeauftragten  müssen nur größere Vereine bestimmen. Voraussetzung ist, dass mindestens zehn Mitarbeiter regelmäßig mit personenbezogenen Daten umgehen. In dem Fall darf der Vorstand nicht selbst für den Datenschutz verantwortlich sein. Denn das würde als Interessenkonflikt gelten. 
 Wenn Ihr Verein noch keine Maßnahmen zur Umsetzung der DSGVO getroffen hat, dann wird es jetzt allerhöchste Zeit für eine Bestandsaufnahme. Wer bereits die internen Abläufe überprüft und angepasst hat, kann mit der Implementierung beginnen. Ein guter Start ist die neue Datenschutz-Verordnung auf der Website. 
  Foto:  Allen Allen  | Flickr |  CC 2.0   
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            <title type="text">Völlig losgelöst: der &quot;Flow&quot; in den Filipino Martial Arts</title>
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                                            Das Flow-Konzept gehört zu den Grundpfeilern der philippinischen Kampfkunst. Es ermöglicht schnelle, fließende Bewegungen mit großer Präzision.
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                 Das Flow-Konzept gehört zu den Grundpfeilern der  philippinischen Kampfkunst . Viele Übungen und Drills zielen darauf ab, diesen etwas mysteriösen Zustand herzustellen. Dieser Artikel umreißt, worum es dabei geht. 
 Schlag, Abwehr, Konter – die Stöcke bewegen sich blitzschnell. Einzelne Bewegungen sind kaum noch zu erkennen. Wer zum ersten Mal einen echten Meister der philippinischen Kampfkunst in Action sieht, glaubt seinen Augen kaum. Dennoch wirkt die Ausführung leicht und spielerisch. So als wäre gar nichts dabei. Dieses Fließen der Bewegungen kann man in vielen Sportarten beobachten. Doch das Besondere an Arnis, Kali und Escrima ist es, dass im Training gezielt darauf hingearbeitet wird. 
 Was ist der Flow? 
 In den Filipino Marial Arts spricht man vom „Flow“, um einen Zustand des scheinbar mühelosen Fließens zu beschreiben. Das Konzept ist von zentraler Bedeutung. Dennoch lässt sich gar nicht so leicht in Worte fassen, was genau damit gemeint ist. Dan Inosanto, der Wegbegleiter von Bruce Lee, schrieb 1980 in seinem Buch  The Filipino Martial Arts : 
 
 Der Flow ist wie eine Sturzflut in der Wüste. Er bewegt sich an die Orte des geringsten Widerstandes und überwältigt sie mit ungebremster Dynamik. Im Escrima und Kali bewegt sich der Körper auf diese Weise, während die Waffe, insbesondere der Stock, von Treffer zu Treffer springt, und dabei nach Möglichkeit durch den Schwung des Körpers des Kämpfers verstärkt wird. 
 
 Für Anfänger ist das zunächst kaum nachvollziehbar. Sie sind vor allem damit beschäftigt, die grundlegenden Techniken zu erlernen. Das ist auch notwendig. Denn einen Flow-Zustand kann nur erreichen, wer die einzelnen Bewegungen sicher beherrscht. Vergleichbar ist das mit einem Kind, das das Radfahren oder Schwimmen erlernt. Am Anfang hat es Schwierigkeiten, die eigenen Körperteile zu koordinieren. Doch mit einem Mal funktioniert es. Man weiß gar nicht, warum gerade jetzt. 
 Die Psychologie des Flow 
 Jeder Mensch kennt solche Momente, in denen er ganz Eins ist mit sich, der Welt und dem, was er tut. Aber nur wenige können diesen Zustand gezielt herbeiführen. Der ungarisch-amerikanische Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi hat Chirurgen und Extremsportler beobachtet. Für diese Berufsgruppen ist es Alltag, präzise Bewegungen unter großem Druck auszuführen. Um das überhaupt leisten zu können, versetzen sich die Experten gezielt in eine Art Schaffensrausch. 
 Mit  seinem Buch  Flow  &amp;nbsp;begründete der Mann mit dem unaussprechlichen Namen die wissenschaftliche Flow-Theorie. In einem Interview von 1995 beschrieb Csikszentmihalyi den Flow-Zustand als ein vollständiges Aufgehen im gegenwärtigen Tun: 
 
 Das Ego fällt weg. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Jede Handlung, jede Bewegung und jeder Gedanke folgt zwangsläufig dem vorhergehenden, wie beim Jazz-Spielen. Dein ganzes Wesen ist involviert, und du setzt deine Fähigkeiten aufs Äußerste ein. 
 
 Der Flow in Escrima, Arnis und Kali 
 Ein Kampfsportler ist im Flow, wenn er seine Bewegungen spielerisch ausführt. Ganz einfach, weil sie aus sich selbst heraus Freude bereiten. Es geht nicht mehr darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Man versucht zum Beispiel nicht krampfhaft, einen Treffer zu landen oder den Partner auszutricksen. Das würde im Gegenteil sogar stören. Denn solange das bewusste Denken in die einzelnen Bewegungen eingreift, bleibt echte Virtuosität unerreichbar. 
 Der Schlüssel zum Erlernen dieser Fähigkeit ist ein guter Lehrer. Der aufmerksame Trainer korrigiert strukturelle Fehler der Technik und gibt den Rhythmus der Übung vor. Geschwindigkeit und Intensität müssen die ganze Aufmerksamkeit des Schülers fordern. Doch die Belastung darf auch nicht überwältigend sein. Dann lernt der Anfänger, den eigenen Instinkten zu vertrauen. Seine Technik beginnt zu fließen. Zunächst nur für kurze Momente. Doch die werden mit der wachsenden Erfahrung immer länger. 
 Strukturiertes Training ermöglicht das Fließen 
 Flow-Momente lassen sich nicht erzwingen. Aber die Fähigkeit dazu kann mit fortwährender Übung ausgebaut werden. Es ist schon etwas paradox: Das freie Fließen ist nur möglich, wenn man die Bewegung bis ins Detail beherrscht. Trotzdem muss man die bewusste Kontrolle loslassen, um wirklich in den Flow-Zustand zu kommen. Dazu müssen im Training bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: 
 • Klare Zielsetzung: Was genau soll in der Übung trainiert werden? • Kompetenz: Die Grundtechnik und der Drill sind bereits bekannt. • Kontrolle: Die Bewegungsfolge kann ohne Nachdenken fehlerfrei ausgeführt werden. • Konzentration auf das Tun im Moment. Keine Ablenkungen oder abschweifenden Gedanken. 
 Das ist gar nicht so kompliziert wie es klingt. In den philippinischen Kampfkunststilen gibt es unendliche Vielzahl von Drills, mit denen das Fließen geübt wird. Die bekanntesten sind die Sinawalis, die mit  zwei Stöcken  ausgeführt werden. Auch im lockeren Sparring können Flow-Zustände erreicht werden. Eine gesunde Mischung aus Wiederholung und freier Variation führt nach und nach dazu, dass der Körper wie von selbst funktioniert. Der Geist wird zum Beobachter und erfreut sich an dem, was er sieht. Bis ein Fehler passiert – und alles von vorn beginnt. 
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  Foto:  World Kombatan Championchips  in Pori, Finnland (Januar 2018),&amp;nbsp;© Kombatan Finland  
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                            <updated>2018-02-02T00:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Welche Stöcke brauche ich für Eskrima, Arnis und Kali?</title>
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                                            Ordentliche Stöcke sind das A und O für das Training von philippinischer Kampfkunst. Hier bieten wir Ihnen einige grundsätzliche Informationen für Ihren Stockkauf.
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                 Ordentliche Stöcke sind das A und O für das Training von  Eskrima, Arnis und Kali . Die genauen Anforderungen weichen in den zahlreichen Stilen leicht ab. Ihr Trainer kann Ihnen Empfehlungen geben, welche Stöcke Sie für das Training Ihres Systems benötigen. Hier bieten wir Ihnen einige grundsätzliche Informationen für Ihren Stockkauf. 
 Das wichtigste Material: Rattan 
 Im Stockkampf-Training werden in der Regel  Stöcke aus Rattan  verwendet. Sie sind stabil und gleichzeitig biegsam. Der Begriff Rattan stammt vom Malaiischen  rotan . Das Material wird auch Peddigrohr oder Rotang genannt. Der große Vorteil von Rattan ist, dass es nicht splittert. Nach einer Weile nutzen sich Eskrima-Stöcke zwar ab und fasern aus. Aber sie brechen nicht so, wie man das etwa von Besenstielen aus Buche oder Esche kennt. Deshalb gibt es keine umherfliegenden Splitter. Die Verletzungsgefahr ist erheblich geringer. 
 Obwohl es so aussieht, ist Rattan eigentlich gar kein Holz, sondern ein Palmengewächs. Das Rohmaterial wird aus der Rattanpalme gewonnen, von der es zahlreiche Gattungen gibt. Die Triebe einiger Arten können über 100 Meter lang werden. Man verwendet die Rattan-Fasern unter anderem als Flechtmaterial für Körbe und Stühle. Mitunter wird Rattan mit Bambus verwechselt. Im Unterschied zum Bambus ist es jedoch nicht hohl – und daher fester. Stöcke aus Bambus sind für das Training von Escrima, Arnis und Kali nicht geeignet. 
 Länge, Durchmesser und Gewicht der Stöcke 
 Die ideale Länge des Stocks hängt von der Armlänge des Sportlers ab. Dazu gibt es eine einfache Faustregel: Der Stock sollte mindestens so lang sein wie der eigene Arm. Bei den meisten Menschen sind das zwischen 60 und 80 Zentimeter. Die Stöcke sollten weder zu dick noch zu dünn sein, sonst lassen sie sich nur schwierig halten. Wenn die Hand den Stock umschließt, darf nicht mehr als ein schmaler Spalt zwischen Fingern und Handballen bleiben, sonst ist der Stock zu dick. Sollten die Finger jedoch in den Ballen drücken, ist der Stock zu schmal. 
 Auch wenn man das vermuten könnte: Ein dicker Stock ist nicht immer schwerer als ein dünner. Denn die Rattanstöcke haben eine unterschiedliche Dichte. Für Anfänger sind leichte Stöcke am besten geeignet, um die Techniken unkompliziert erlernen zu können. Im Training genügt zwar zu Beginn meistens ein Stock, um die wichtigsten Übungen auszuführen. Dennoch ist es besser, gleich zwei zu kaufen, die zueinander passen. Denn den zweiten benötigt man im Training früher oder später sowieso, zum Beispiel für Sinawali-Drills. 
 Andere Materialien: Hartholz und Plastik 
 Rattan wird auch aus einem weiteren Grund verwendet: Seine Faserstruktur nimmt einen Teil der Schlagenergie auf, wenn die Stöcke aufeinanderschlagen. Bei regelmäßigem Training schont das die Handgelenke. Diesen Vorteil haben schwere Stöcke aus weniger flexiblen Materialen wie  Hartholz  oder  Plastik  zwar nicht. Dennoch werden solche Sticks von erfahrenen Stockkämpfern im Solotraining verwendet. Dabei stoßen sie nicht mit anderen Stöcken zusammen. Das zusätzliche Gewicht kann nützlich sein, um die Schlagkraft zu trainieren oder Wirbeltechniken zu verbessern. 
 Am Ende kommt es darauf an, dass der Trainierende sich mit dem Stock wohl fühlt. Das persönliche Gefühl sollte nicht ignoriert werden, denn Unbehagen hat häufig eine Ursache. Der Stock muss gut in der Hand legen und sich ohne große Anstrengung führen lassen. Wenn Sie weitere Fragen haben oder wissen möchten, welche Art von Stock zu Ihrer Form des Trainings passt, können Sie sich gern  an unser Team  wenden. Fightingsticks berät Sie per Email oder telefonisch. 
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                            <updated>2018-01-25T20:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Panantukan: das raffinierte „Dirty Boxing“ der Philippinen</title>
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                                            Panantukan (auch Suntukan) ist das philippinische „Dirty Boxing“. Viele Techniken zielen darauf ab, den Gegner zu verwirren oder aus dem Gleichgewicht zu bringen.
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                  Panantukan  (auch Suntukan) ist das philippinische „Dirty Boxing“. Kein Turniersport, sondern ein Nahkampfsystem für die Selbstverteidigung auf der Straße. Viele Techniken zielen darauf ab, den Gegner zu verwirren oder aus dem Gleichgewicht zu bringen. 
 Der Angreifer ist sich seiner Sache viel zu sicher. Er holt zu einem heftigen Schwinger aus, um seinen Gegner in Grund und Boden zu walzen. Doch plötzlich donnern schnelle Schläge und Stöße wie eine Salve eines Maschinengewehrs auf ihn ein. Sie treffen Kopf, Arme und Oberkörper – scheinbar gleichzeitig. Noch bevor ihm bewusst wird, was eigentlich gerade passiert, sorgt ein kurzer aber fester Griff dafür, dass er das Gleichgewicht verliert und zu Boden geht. Diese Wirkung, die Überwältigung, gehört zum  taktischen Konzept  im Panantukan. Das raffinierte Faustkampfsystem wurde vor allem durch Dan Inosanto bekannt, einen engen Freund und Lehrer von Bruce Lee. Es entstand auf den Philippinen, wo verschiedene Einflüsse aufeinander trafen. 
 Panantukan hat das Profi-Boxen beeinflusst 
 Ceferino Garcia war einer der erfolgreichsten Profi-Boxer der Philippinen. 1939 besiegte er den US-Amerikaner Fred Apostoli in New York und errang den Weltmeistertitel im Mittelgewicht. Im Ring hielt sich Garcia genau an die Regeln des Turniersports. Doch der Kämpfer beherrschte auch die raueren Kampftechniken seiner Heimat. Bevor er von einem Box-Promoter entdeckt worden war, hatte Garcia auf einer Zuckerplantage gearbeitet. Dort musste er das Zuckerrohr mit dem Bolo schlagen, der  philippinischen Machete . Jahre später überraschte Garcia seine Gegner mit einer im Westen unbekannten Technik: Sein  „Bolo Punch“  war eine Kombination aus Haken und Uppercut. Die Bewegung ist abgeleitet aus dem Schwung, mit dem Feldarbeiter ihre Bolos einsetzen. 
 Das westliche Boxen ist seit jeher populär auf den Philippinen. Panantukan ähnelt ihm auf den ersten Blick. Doch es enthält viele Techniken, die im Turniersport streng verboten sind. Schläge zu den Schläfen oder in den Unterleib zum Beispiel, oder Rückhand- und Ellenbogenstöße. Die Kämpfer stehen einander nur selten duellartig gegenüber. Vielmehr bewegen sie sich sehr dynamisch im Raum und nutzen ‚tote Winkel‘ des Gegners für  überraschende Angriffe . Ähnlich wie beim Messerkampf im  Eskrima, Arnis oder Kali  umkreist der Angreifer sein Ziel geradezu, um eine Lücke in der Verteidigung zu finden. Der Verteidiger startet seinen Konter sofort aus der Abwehr. Durch Serien schneller Schläge und Griffe bringt er den Angreifer aus dem Konzept. 
 Schmerzhafte Kontertechnik: das Gunting 
 Eine Spezialität der  Filipino Martial Arts  ist eine Kontertaktik namens „Gunting“. Der Verteidiger setzt bereits während des laufenden Angriffs zur Gegenwehr an und attackiert die Gliedmaßen des Angreifers. Zum Beispiel schlägt er mit der Faust oder dem Ellbogen auf den Bizeps des attackierenden Arms. Der Angriff wird dadurch nicht nur effektiv geblockt. Der Schlag paralysiert den getroffenen Muskel. Wird der Arm präzise getroffen worden, lässt er sich im Kampf nicht mehr einsetzen. Da diese schmerzhafte Form der Gegenwehr auch für geübte Boxer oder Straßenschläger ungewohnt ist, verunsichert sie den Angreifer psychologisch. Dem Gunting folgen weitere Techniken, mit denen der Verteidiger die Situation endgültig unter seine Kontrolle bringt. 
 Im Panantukan werden Schläge häufig aus unerwarteten Positionen und Winkeln ausgeführt, etwa unter dem Arm des Gegners hindurch. Das geübte Auge erkennt hier eine Nähe zum indonesischen Silat. Im Gegensatz zum klassischen Boxen werden Schläge mit Griffen kombiniert. Das bedeutet zum Beispiel, dass der Arm des Angreifers kontrolliert werden kann, ähnlich wie beim Arnis, Escrima oder Kali. Ein Zug oder eine Drehung kann den Gegner schnell zu Boden bringen. Die dazu notwendige Technik und das Gefühl für die Körpermechanik erlernt der Schüler im Training durch  Drills , also fließende Folgen von mehreren Techniken. Dabei wird nicht eine starre Kombination eingeschliffen, sondern ganz grundsätzlich die Fähigkeit vermittelt, verschiedene Bewegungen kreativ und dynamisch miteinander zu verbinden. 
 Es gibt nicht nur ein Panantukan, sondern viele. 
 Dem interessierten Neuling stehen verschiedene Schulen offen. Manche betonen die Anwendbarkeit auf der Straße und ähneln modernen Nahkampfsystemen wie dem israelischen Krav Maga. Für andere ist die in den Filipino Martial Arts typische Übertragbarkeit von Bewegungen aus dem Kampf mit Stock oder Messer am wichtigsten. Man erlernt ein Bewegungsmuster, das mit oder ohne Waffe gleichermaßen anwendbar ist. Und wieder andere Schulen legen das Augenmerk auf die Nähe zum philippinischen Grappling, dem Dumog, indem sie vor allem Griffe und Kontrolltechniken trainieren. Panantukan ist kein feststehendes System, sondern  entwickelt sich fortwährend weiter . Wer heute mit dem Training beginnt, kann sich womöglich schon bald mit eigenen Ideen in diesen Prozess einbringen. 
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  Foto:&amp;nbsp;©  Roninz Kampfkunstschule   
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                            <updated>2017-11-12T14:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Das philippinische Bolo – ein Symbol der Freiheit</title>
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                                            Das Bolo ist die philippinische Machete. Seine Klinge ist etwas kürzer als die der lateinamerikanischen Schwester, aber ebenso gefährlich. 
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                 Das  Bolo  ist die philippinische Machete. Seine Klinge ist etwas kürzer als die der lateinamerikanischen Schwester, aber ebenso gefährlich. In den Kampfkunstarten  Arnis, Kali und Eskrima  werden klassische Hieb- und Stichtechniken damit unterrichtet. 
 Das Bolo hat eine einseitig geschliffene Klinge aus Stahl. Die Klinge ist gewölbt, was den Schwerpunkt nach vorn verschiebt. Es gibt viele Varianten. Besonders bauchige Bolos eignen sich zum Hacken und werden in der Feldarbeit oder als Buschmesser verwendet. Andere Modelle sind eher für den Kampf entwickelt worden. Sie haben eine flachere Klinge, die schnelle Schnitte ermöglicht. Der Griff ist meistens aus Hartholz oder Büffelhorn gefertigt. Häufig ist er zur Schneide hin gebogen, ähnlich einem Pistolengriff. Die spanische Kolonialmacht zwang die Filipinos teilweise, die Spitzen ihrer Bolos abzubrechen. Bis heute wirken viele Klingenformen daher gestutzt. 
 Das Bolo im Kampf um die Unabhängigkeit 
 Auf den Philippinen steht das Bolo auch für den Kampf um Unabhängigkeit. Ende des 19. Jahrhunderts organisierte die Geheimgesellschaft  Katipunan  den Widerstand gegen die spanische Besatzungsmacht. Die Gruppierung pflegte konspirative Rituale nach dem Vorbild der Freimaurer. Dabei trugen die Anführer Bolos an ihren Gürteln. Im August 1896 traten die Katipuneros aus dem Schatten und riefen die Unabhängigkeit des Landes aus. In der Region Caloocan zerrissen sie öffentlich ihre Ausweispapiere. Eine anrückende Armeeeinheit wurde im erbitterten Straßenkampf besiegt. 
 Das zumeist als „Ruf von Pugadlawin“ bezeichnete Ereignis stand am Anfang der  Philippinischen Revolution , deren Ergebnis eine kurzlebige Republik war. Caloocan liegt heute in der dicht besiedelten Hauptstadtregion Metro Manila. Inmitten der lärmenden Großstadt, an einer Kreuzung der pulsierenden Verkehrsader EDSA, steht das Bonifacio Monument. Das Denkmal erinnert an den ersten Aufstand der Unabhängigkeitsbewegung und deren Anführer Andrés Bonifacio. Es zeigt 20 Revolutionäre als heroische Bronzestatuen. In ihren Händen halten sie Revolver und Bolos. 
 Das Bolo heute: lebendige Tradition 
 Als Werkzeug ist das Bolo auch heute noch sehr präsent im Alltag auf den Philippinen. Straßenhändler verkaufen grob gefertigte Modelle beinahe überall, vor allem in ländlichen Regionen. Mit ihnen werden zum Beispiel Kokosnüsse geöffnet, sie kommen aber auch bei der Ernte von Reis oder Sojabohnen zum Einsatz. Klassische Stile der  philippinischen Kampfkunst  lehren den Umgang mit Bolos im Kampf. Sie sind Teil einer lebendigen Tradition neben anderen Klingenwaffen wie der Barong-Machete, dem Kampilan-Schwert oder dem Balisong-Messer (im Westen als „Butterflymesser“ bekannt). 
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  Foto:&amp;nbsp;Mello47 /  Wikimedia  (CC BY-SA 3.0)  
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                            <updated>2017-11-03T13:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Fitness für Kampfsportler: Liegestütze / Push-Ups richtig machen!</title>
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                                            Push-Ups stärken die Muskulatur des Oberkörpers und verbessern die Kraftausdauer. Daher sind sie gerade für Kampfsportler geeignet, die Escrima, Arnis oder Kali betreiben. 
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                 Der  Liegestütz , auch  Push-Up  genannt, gehört zu den Basics des Fitness-Trainings. Die klassische Übung nutzt das Eigengewicht des Körpers. Sie kann ohne Hilfsmittel und beinahe überall ausgeführt werden. Push-Ups stärken die Muskulatur des Oberkörpers und verbessern die Kraftausdauer. Daher sind sie gerade für Kampfsportler geeignet, die Escrima, Arnis oder Kali betreiben. Doch obwohl Liegestütze so bekannt sind, werden sie leider allzu oft falsch ausgeführt. 
 Liegestütze / Push-Ups: So geht’s richtig! 
 Legen Sie sich flach auf den Bauch. Die Hände müssen schulterbreit links und rechts neben der Brust auf den Boden gesetzt werden. Die Füße berühren den Boden nur mit den Spitzen und Ballen. Stützen Sie sich nun mit den Händen vom Boden ab. Der Körper bildet dabei eine gerade Linie von den Schultern zu den Füßen. Die Hüfte darf weder durchhängen noch hochgestreckt sein. Bauch- und Gesäßmuskulatur sind angespannt, die Körperspannung stabilisiert den Rücken. 
 Senken Sie den Körper wieder ab. Dabei atmen Sie ein. Erst kurz vor dem Boden wird die Bewegung gestoppt. Nun Stoßen Sie sich wieder ab und atmen dabei aus. Die Bewegung stärkt vor allem den kleinen und den großen Brustmuskel, sowie den Trizeps und den Deltamuskel. Kampfsportler sollten vor allem die Kraftausdauer trainieren. Die Methode ist einfach: Machen Sie viele Liegestütze! Fangen Sie mit wenigen Wiederholungen an und steigern Sie sich mit der Zeit. 
 Variante: Faust-Liegestütz 
 Viele Sportler legen die Hände flach auf – so wie auf unserem Bild. Das Problem dabei: diese Haltung überstreckt die Handgelenke. Wenn man regelmäßig viele Liegestütze ausführt, kann das zu Schmerzen führen. Da die Handgelenke in den  Filipino Martial Arts  ohnehin beansprucht werden, möchte man unnötige Belastung womöglich vermeiden. Dann empfiehlt es sich, die Push-Ups auf den Fäusten auszuführen. Die Handinnenflächen zeigen dabei nach innen zum Körper. 
 Beim  Faust-Liegestütz  lastet das Körpergewicht auf den Knöcheln. Das kann man nutzen, um die Fäuste abzuhärten. In älteren Kampfsportfilmen ist das häufig zu sehen. Wichtig dabei: das Gewicht muss auf den Knöcheln des Zeige- und Mittelfingers liegen. Denn mit denen treffen auch Faustschläge, wenn sie richtig gemacht werden. Wer auf diese etwas martialische Abhärtung lieber verzichten möchte, legt eine weiche Sportmatte unter oder verwendet handelsübliche Liegestützgriffe. 
 Machen Sie täglich Push-Ups! 
 Sollten Sie Schwierigkeiten haben, können Sie die Übung zunächst vereinfachen. Stellen Sie die Knie auf den Boden, nicht die Füße. Wenn Sie so zehn oder zwanzig Wiederholungen schaffen, sollte auch die Standard-Übung machbar sein.  Dann steigern Sie die Zahl langsam.  Bei richtiger Ausführung droht nicht mehr als ein Muskelkater. Wer täglich etwa 100 Push-Ups schafft, kann sich mit gutem Gewissen als fit bezeichnen. Den Weltrekord hält seit 1980 der Japaner Minoru Yoshida mit 10.507 Liegestützen am Stück. 
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                            <updated>2017-10-27T17:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Eskrima, Arnis und Kali – Was ist das Besondere an philippinischer Kampfkunst?</title>
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                                            Eskrima, Arnis und Kali bieten eine spannende Kombination aus effektiver Selbstverteidigung und traditioneller Kampfkunst. Eine kurze Einführung in diesen faszinierenden Sport.
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                 Im Vergleich zu populären Kampfsportarten wie Karate, Kung Fu oder Krav Maga sind die philippinischen Stile noch immer relativ unbekannt in Europa. Das ist eigentlich erstaunlich, denn  Eskrima, Arnis und Kali  bieten eine spannende Kombination aus effektiver Selbstverteidigung und traditioneller Kampfkunst. Eine kurze Einführung in diesen faszinierenden Sport. 
 Kampfkunst auf den Philippinen - eine lange Tradition 
 Die Philippinen sind ein Archipel mit über 7.100 Inseln in Südostasien. Die Region wurde seit prähistorischer Zeit von einer Vielzahl rivalisierender Stämme bewohnt. Die indigenen Bewohner entwickelten komplexe Kampfkünste, sie setzten vor allem Macheten und Schwerter ein. Das wurde unter anderem dem Eroberer Ferdinand Magellan zum Verhängnis, der 1521 auf der Insel Mactan einem lokalen Stammesführer namens Lapu-Lapu im Kampf unterlag und starb. Der Sieg währte aber nur kurz. Im 16. Jahrhundert wurden die Philippinen von der spanischen Krone kolonisiert. 
 Das hatte auch Auswirkungen auf die traditionellen Kampfstile. Einige Stämme kämpften auf Seiten der Eroberer und wurden im spanischen Fechten ausgebildet. Das beeinflusste deren Kampfkunst nachhaltig. Doch die europäischen Herren begannen, ihre Untertanen zu fürchten, nachdem sie ihre Macht gefestigt hatten. 1764 erließ die Kolonialmacht ein Verbot aller Kampfstile. Die Kunst wurde zum Teil im Geheimen weiterhin praktiziert, viele Techniken wurden in traditionellen Tänzen verborgen und so an die folgenden Generationen weitergegeben. 
 Eskrima, Arnis und Kali sind moderne Nahkampfsysteme 
 Die philippinischen Kampfsportarten haben ihre Wurzeln in der Kampfkunst der alten Stämme. In ihrer modernen Form bildeten sich jedoch erst nach dem Ende der spanischen Kolonialzeit im 20. Jahrhundert heraus. Heute steht das Training mit Stock und Messer im Zentrum. Traditionelle Techniken aus dem Schwertkampf bestehen allerdings fort. Die  Filipino Martial Arts  sind seit 2010 der offizielle Nationalsport. Die Kampfkunst wird an allen Schulen der Philippinen im Sportunterricht gelehrt. Die besten Athleten messen sich bei den jährlichen Philippine National Games. 
 Es gibt eine Vielzahl von lokalen Stilen. Auch die Bezeichnungen für die Kampfkünste weichen ab, da praktisch jede Region der Philippinen ihre eigene Sprache spricht. Normalerweise werden sie mit Oberbegriffen zusammengefasst. Im Norden des Archipels, etwa in der Region um die Hauptstadt Manila, wird zumeist von  Arnis &amp;nbsp;gesprochen. Im Zentrum um die Insel Cebu sind  Eskrima  oder  Escrima &amp;nbsp;gebräuchlicher. Südliche Regionen sprechen meistens von  Kali . Seltener finden Bezeichnungen wie Estoque oder Fraile Verwendung. 
 Und was tue ich, wenn ich keinen Stock dabei habe? 
 Auch in anderen asiatischen Regionen gibt es Waffenkampfkünste, etwa in Japan oder China. Auch dort üben Fortgeschrittene mit Stöcken und Messern. Die Besonderheit der philippinischen Stile ist jedoch, dass hier zuerst mit dem Stock gearbeitet wird. Später lernt der Schüler dann, die Techniken auch waffenlos anzuwenden. Der Clou von  Eskrima, Arnis und Kali  ist nämlich, dass die Kampftechniken übertragbar sind. Daher ist es für einen geübten Stockkämpfer nicht schwer, sich vollkommen unbewaffnet zu verteidigen oder Alltagsgegenstände einzusetzen. 
 Die Techniken werden im Training in der Regel nummeriert. Das macht den Einstieg leichter, denn ein Anfänger braucht nicht zu viele philippinische Bezeichnungen zu erlernen. Bewegungsabläufe werden in Form von Drills erlernt. Drills sind kurze Abfolgen von Einzeltechniken, die durch Wiederholung die Schnelligkeit und Reaktion verbessern. Eine wichtige Rolle spielen die  Sinawali  genannten Drills, die im Partnertraining mit zwei Stöcken pro Person ausgeführt werden. Eskrima, Arnis und Kali enthalten auch Würfe und Hebel, mit denen der Gegner zu Boden gebracht wird. 
 Filipino Martial Arts - viel mehr als Stockkampf 
 Für Anfänger stehen diverse Stilrichtungen zur Auswahl. Einige sind eher auf moderne Selbstverteidigung ausgerichtet, andere pflegen vorrangig die Traditionen. Der Einstieg ist einfach, denn die Techniken orientieren sich an natürlichen Bewegungsabläufen. Aber Vorsicht: Wer einmal an  Eskrima, Arnis oder Kali  Gefallen gefunden hat, kommt so schnell nicht mehr davon los. Es gibt eine praktisch unüberschaubare Zahl von Techniken und Varianten zu entdecken. Die Kampfkunst ist ebenso vielfältig und faszinierend wie das Inselreich, das sie hervorgebracht hat. 
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  Foto:&amp;nbsp;© eskrima.se  
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            <title type="text">Laufen für Kampfsportler: Bringt mir Jogging etwas?</title>
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                                            Kampfsport ist kein Ausdauersport. Trotzdem ist ein regelmäßiges Lauftraining sinnvoll. Es kommt jedoch darauf an, wie trainiert wird. Jogging und Sprint stellen den Körper vor sehr unterschiedliche Herausforderungen.
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                 Kampfsport ist kein Ausdauersport. Das Training besteht normalerweise aus kurzen, aber intensiven Belastungen. Das entspricht auch den Bedingungen in einer realen Selbstverteidigungssituation. Ein Angriff auf der Straße dauert nur selten länger als einige Minuten. Auch wenn sich die Zeit deutlich länger anfühlen kann. Der Verteidiger muss also nicht lange durchhalten, sondern seine Kraft schnell und gezielt einsetzen können. Dennoch ist es auch für Kampfsport und Selbstverteidigung wichtig, eine gewisse Grundausdauer mitzubringen. Die lässt sich durch konsequentes Lauftraining sehr gut aufbauen. 
 Was ist das beste Lauftraining für mich? 
 Grundsätzlich kann man zwei Trainingsmethoden unterscheiden: die Ausdauer- und die Intervallmethode. Wer die  Ausdauermethode  verwendet, läuft mit einer gleichbleibenden, relativ geringen Geschwindigkeit über eine ziemlich lange Zeit. Die meisten Jogger trainieren auf diese Weise. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die Belastung. Die Herz-Kreislauf-Arbeit verbessert sich. Dabei wird Körperfett wird verbrannt. Man nimmt ab. Der Organismus entwickelt eine höhere Widerstandskraft gegen Ermüdung. Und er lernt, die im Blut gespeicherte Energie effektiver zu verwerten. 
 Im Kampfsport ist jedoch, wie bereits erwähnt, eher Schnellkraft als Ausdauer gefordert. Deshalb setzen viele Trainierende auf  Intervalltraining . Bei dieser Methode wechseln sich intensive Belastungen mit geringeren ab. Man kann zum Beispiel aus dem Jogging einen Sprint starten und dann für einige Minuten in die langsamere Geschwindigkeit zurückkehren. Aus dem Jogging wechselt man dann wieder zum Sprint. Der Trainingsplan sollte den individuellen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Zielen angepasst werden. Wer auf diese Weise trainiert, verbessert unter anderem die kurzfristige Erholungsfähigkeit des Körpers und allgemein die Herzleistung. 
 Jogging oder Sprint - finde dein individuelles Maß 
 Nicht jeder Freizeitsportler möchte sich strenge Regeln auferlegen. Es ist auch möglich, beide Belastungsarten spontan miteinander zu kombinieren. Ganz nach Körpergefühl und Tagesform. Nach der Aufwärmphase wechseln längere Jogging-Passagen mit Sprints. Zielpunkt kann zum Beispiel ein bestimmter Baum oder eine Straßenecke sein. Diese Methode wird zumeist als  Fahrtspiel  bezeichnet. Auch Hügel, Brücken oder Treppen bieten Gelegenheiten für intensive Phasen. Wer im Wald zeitweilig abseits des Weges läuft, kann nebenbei noch die allgemeine Koordination verbessern. Die ist auch im Kampfsport wichtig. 
 Letztlich gibt es keine perfekte Methode, die für alle passt. Jeder Trainierende muss selbst entscheiden, welche Ziele er wie erreichen möchte. Ein konstant und konsequent ausgeführtes Lauftraining verbessert jedoch nicht nur die körperlichen Ausdauer. Auch eine mentale Fähigkeit wird verbessert: die Disziplin. Wer in der Lage ist, dem ‚inneren Schweinehund‘ die Kontrolle über das eigene Leben zu entreißen, wird auch im Kampfsporttraining erfolgreich sein. Und für die Selbstverteidigung gilt: Nicht jeder Kampf kann und muss gewonnen werden. Wer schlau ist und sein Leben retten will, wird in manchen Situationen darum laufen. 
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